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Paypal Plus und Paketdienste – Betrug möglich

Paypal Plus und Paketdienste – Betrug möglich

Betrug Paypal Plus mit geänderter Lieferadresse möglich

Das Bezahlsystem Paypal Plus bietet den Kunden folgende neue Zahlungsmöglichkeiten:

  • Kauf auf Rechnung ohne Paypal Konto
  • Kauf über Lastschrift ohne Paypal Konto
  • Kauf über Kreditkarte ohne Paypal Konto

Insbesondere beim Kauf auf Rechnung muss der Besteller nichts anderes eingeben, als seine Adresse und seinen Namen. Paypal Plus überprüft dann im Hintergrund die Bonität des Bestellers. Es wird also abgeklärt, ob die Person an der angegebenen Lieferadresse ein zuverlässiger Bezahler ist.

Paypal weiß aber nicht ob derjenige, der im Shop den Kauf auf Rechnung tätige, auch derjenige ist, dessen Adresse eingegeben wurde.

Es kann also jeder eine Bestellung mit Bezahlung über Paypal Rechnungskauf tätigen und dabei eine fremde Identität verwenden.

Da die bestellte Ware nun an die Adresse des in der Bonitätsprüfung geprüften Menschen geht, kann bei einer Fake-Bestellung eines Betrügers nichts passieren, außer dass der Empfänger die nicht bestellte Ware zurückgehen lässt.

Nun kommen die Paketdienste ins Spiel. Beispiel: Der „Flex-Delivery-Service“ von GLS

Gibt der Shopbetreiber beim Erstellen des Paketaufklebers die Email-Adresse und/oder die Mobilnummer des Bestellers an, dann kann der Betrüger mit der Paketnummer Kontakt zu dem Paketdienst aufnehmen und einen abweichenden Lieferort vereinbaren. Zum Beispiel einen Paketshop.

Dort holt sich der Betrüger das Paket ab. Mehr als die Paketnummer auf seinem Handy oder einen Ausdruck mit der Paketnummer braucht er hierfür nicht.

Der bei der Bestellung angegebene bonitätsgeprüfte Mensch erhält dann einige Wochen später eine Mahnung von Paypal und wird diese ablehnen, mit der Begründung, dass er nichts bestellt hat und nichts geliefert bekommen hat.

Nun muss der Shopbetreiber Paypal gegenüber nachweisen, dass das Paket dorthin geliefert wurde. Dies ist der Moment da er feststellt, dass das Paket ganz woanders angekommen ist und vom großen Unbekannten abgeholt wurde. Auf dem Schaden bleibt dann der Shopbetreiber sitzen.
Denn der Kauf ist über Paypal nur versichert, wenn die Lieferung an die von Paypal geprüfte und bestätigte Lieferadresse gegangen ist.

Einzige Gegenmaßnahme ist, dass bei Bestellungen mit Billsafe, Paypal Rechnungskauf, Paypal Lastschrift und Paypal Kreditkarte der Besteller nicht die Paketnummer mitgeteilt bekommt. Dies erreicht man dadurch, dass beim Erstellen des Paketaufklebers die Email-Adresse und die Mobilnummer des Bestellers nicht angegeben werden.

Die vorgenannten Erkenntnisse beziehen sich auf einen Betrugsversuch bei dem das Paket vom Shopbetreiber aus Rheinland-Pfalz an eine Adresse nach Norddeutschland versendet worden ist. Der Betrüger hat noch während das Paket dorthin unterwegs war den Lieferort nach Lindau am Bodensee an einen Paketshop ändern lassen.
Der Betrug ist nur dadurch aufgeflogen, weil der Paketshop Betriebsferien hatte und das Paketunternehmen beim Shopbetreiber angefragt hat, was nun mit dem Paket in Lindau passieren soll.

Das Paket ging dann nach 2200 KM durch Deutschland an den Shopbetreiber zurück. Der Besteller hat sich nie mehr gemeldet.